Der Apfel

Es ist Apfelzeit!

Das liebste Obst der Deutschen ist der Apfel. Äpfel sind von August bis Oktober bei uns erhältlich. Bundesweit sind mehr als 20 Apfelsorten im Handel erhältlich. Am liebsten beißen die Deutschen in den aromatisch-saftigen Elstar, gefolgt vom süß-säuerlichen Braeburn und dem feinsäuerlichen Jonagold. 

Die ersten frischen Äpfel aus der Region schmecken besonders gut, sind knackig und vor allem gesund.

Wer kennt nicht den Spruch: "an apple a day keeps the doctor away!" Äpfel sind in der Tat sehr gesund. Über 30 Vitamine und Spurenelemente und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen sitzen in einem Apfel.

Bis zu 70 Prozent der Vitamine eines Apfels befinden sich in Apfelschale oder direkt darunter. Wer Äpfel schält, schält also auch die Vitamine ab.

Zwischen 5 und 35 Milligramm Vitamin C – je nach Sorte – stecken in der Schale. 

Rote Äpfel sind gesünder als grüne Äpfel

Obwohl es die Farbe anders vermuten lässt, sind rote Äpfel gesünder als grüne Äpfel. Der Grund: Sie enthalten mehr Vitamine. Außerdem enthalten rote Äpfel mehr Anthocyane als grüne Äpfel. Hierbei handelt es sich um rot-blaue Farbstoffe, die eine entgiftende Wirkung auf den Körper haben.

Wer ganz sicher sein will einen ungespritzten Apfel zu verzehren, sollte sich für Äpfel aus biologischem Anbau entscheiden. Im ökologischen Anbau ist die Anwendung von synthetischen Pestiziden verboten. 

Fast 25 Kilogramm verputzt jeder von uns im Jahr, etwa im Kuchen, als Saft oder auch als pure Frucht. Das sind insgesamt rund zwei Millionen Tonnen Äpfel! Etwa sieben Jahre muss ein Apfelbaum aus einem Samen wachsen, bis er zum ersten Mal Früchte trägt. Dafür kann er bis zu 100 Jahre alt werden.

Äpfel sollten kühl gelagert werden

Bei Raumtemperatur reifen die Äpfel 10x schneller als bei kühleren Temperaturen. Außerdem sollte die Luftfeuchtigkeit möglichst hoch sein, damit sie nicht austrocknen. Geeignete Lagerorte sind zum Beispiel ein dunkler Keller. So halten sich Äpfel auch über Monate. 

Äpfel verströmen – wie die meisten Obst- und Gemüsearten – Ethylengas, das andere Obst- und Gemüsearten schneller reifen lässt. Daher sollte man Äpfel besser getrennt lagern.

Apfel als Liebesbeweis

Der Apfel galt im antiken Griechenland als Liebesbeweis. Wenn ein Mann seiner Geliebten seine Liebe erklären wollte und ihr gleichzeitig auch einen Heiratsantrag machen wollte, so soll er ihr einen Apfel mitgebracht haben. Nahm sie den Apfel an, nahm sie gleichzeitig auch seinen Heiratsantrag an.

Gutes aus Äpfeln

Neben einem knackigen Biss in einen Apfel gibt es viele leckere Sachen, die man aus den Früchten machen kann. Ob gebraten, gedünstet, im Kuchen oder auch in einem fruchtigen Salat - Äpfel bieten viele Möglichkeiten.

Als Kompott eingekocht, zu Marmelade oder Apfelmus verarbeitet, hat man das ganze Jahr über seine Vorratskammer gut gefüllt.

Viele private Streuobstwiesen- und Gartenbesitzer möchten einen Teil ihrer Ernte zu Saft verarbeiten lassen. Es gibt bundesweit über 300 mobile und stationäre Mostereien, die Saft aus eigenem Obst herstellen. 

5 weitere Fakten über Äpfel

  • 30.000 Apfelsorten gibt es weltweit
  • 2.000 Sorten gibt es in Deutschland
  • Rund 120 Jahre alt kann ein Apfelbaum werden
  • Der Edelborsdorfer Apfel gilt als die älteste dokumentierte Sorte in Deutschland und wurde im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt
  • Friedrich Schiller wurde durch den Geruch faulender Äpfel zum Schreiben inspiriert und hatte immer einen faulen Apfel in seiner Schreibtischschublade.

 

 

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