Kartoffelgnocchi und Pfifferlinge

Wir lieben Kartoffeln!

Kartoffeln sind einfach unverzichtbar! Denn die Knollen sind so vielseitig, dass man aus ihnen von deftiger Hausmannskost bis zur edlen Gourmetküche einfach alles machen kann. Kartoffeln sind das ganze Jahr über zu bekommen und können sehr gut und lange gelagert werden. Junge Kartoffeln haben Saison von Juni bis November.

Wir haben uns bei unserem Saisonrezept für selbstgemachte Gnocchi entschieden. Ausgesprochen werden die kleinen Italiener übrigens Njocki! Unser italienischer Koch bekommt nämlich Ohrensausen, wenn jemand die Stars der italienischen Küche falsch ausspricht. 

Kartoffelgericht mit Tradition

Ob mit Pesto, Salbeibutter oder mit einer leckeren Sauce – sie schmecken Groß und Klein und eignen als Festessen genau wie als schneller Mittagessen. 

Woher kommen Gnocchi? Aus Italien natürlich!

Um die Herkunft der Gnocchi ranken sich viele Legenden. Eine davon schreibt das Rezept dem italienische Physiker Alessandro Volta zu. Der Erfinder der Batterie soll am Hof von Ludwig XVI  von den Star-Qualitäten der Kartoffel erfahren haben, die zu jener Zeit in Italien noch als giftig und ungenießbar galt. Seine Neugier war geweckt! Mit wissenschaftlichem Ehrgeiz kreierte er mehr oder weniger zufällig die kleinen Klößchen aus Kartoffeln und Mehl.

Gnocchi selber machen

Am besten gelingen Gnocchi mit mehligkochenden Kartoffel. Der Teig aus Kartoffelbrei sollte rasch verarbeitet werden, weil er sonst zäh und schlecht zu formen ist. Für die typischen Rillen in den Teigklößchen benutzen wir eine Gabel.

Unser Rezept der Woche: Gnocchi mit frischen Pfifferlingen

Wir haben uns für ein herbstliches Gericht im September entschieden. Kartoffeln gibt es jetzt noch mit einer dünneren Schale - je länger sie lagern, desto dicker wird die Schale. Pfifferlinge sind um diese Zeit auch frisch zu finden. Alternativ könnt ihr auch Steinpilze nehmen.

Die Zutaten

  • 1Kg Kartoffel (Mehlig)
  • 2 Eier (klein)
  • Salz
  • 200g Mehl
  • 300g Pfifferlinge
  • 8x Kirschtomaten
  • 1x Weiße Zwiebel (klein)
  • 1x Knoblauchzehe
  • 30g Butter
  • Eine Hand voll Petersilie gehackt
  • Salz
  • 1 Bund Rucola
  • 1 Liter Sonnenblumen Öl
  • gehobelten Parmesan 

Gnocchi herstellen

Die Kartoffeln waschen und in kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten kochen. Kartoffeln abgießen - ausdampfen lassen und abpellen. 

Kartoffeln heiß durch eine Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken. Alternativ mit einem Kartoffelstampfer gründlich zerstampfen.

Mit Mehl und den Eiern schnell zu einer glatten Masse vermengen, dabei nur so viel Mehl verwenden, bis der Teig nicht mehr klebt. Mit Salz abschmecken.

Auf einer mit Mehl ausgestreuten Arbeitsfläche zu fingerdicken Rollen formen und diese in 2–2,5 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück mit den Zinken einer Gabel flacher drücken. Am besten die Gnocchi auf ein bemehltes Tuch geben und erst mit der Zubereitung der Pfifferlingen weitermachen, bevor die Gnocchi gegart werden. 

Zubereitung der Pfifferlinge

Pfifferlinge putzen und in einer heißen Pfanne mit einer Butterflocke anbraten. 

Anschließend die kleingeschnittene Zwiebel, dann den Knoblauch und am Ende die halbierten Kirschtomaten dazu geben und mit Petersilie verfeinern

Während die Pfifferlinge garen, den Rucola in heißem Öl frittieren.

Am Ende die Gnocchi in in kochendes Salzwasser geben. Wenn die Gnocchi an der Oberfläche schwimmen, diese mit einer Schaumkelle herausheben.

Alle Komponenten zusammen anrichten - den Rucola und den Parmesan über die Gnocchi geben und genießen.

Das passende Getränk: Federweißer

Wir haben übrigens, passend zur Saison, einen Federweißer getrunken. Federweißer ist meist aus weißen Rebensorte gepresster Traubenmost, dessen alkoholische Gärung gerade erst begonnen hat und der noch keiner Filtration unterworfen war. Mittlerweile bekommt man aber auch Federweißer aus roten Trauben. Beides passt hervorragend zu unserem herbstlichen Saisongericht.

Guten Appetit und einen schönen Herbst wünschen wir!

 

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