Radieschen

85% aller Radieschen werden in Deutschland angebaut – ein Grund mehr die kleinen rot-pinken Knollen zu lieben!

Ob um Salat, als dekorative Beilage oder pur auf Brot – Radieschen bringen mit ihrer besonderen Würze, Pepp in dein Essen.

Wusstest Du, dass man auch die Blätter essen kann? Aber nur, wenn sie noch knackig und frisch sind - sie machen sich zum Beispiel als kleingeschnittene Salatbeilage sehr gut.

Ein Radieschen ist ein gesundes Wurzelgemüse, das zu den Kreuzblütengewächsen gehört. Sein botanischer Name lautet Raphanus sativus, teilweise wird das Gemüse aber auch einfach „Radies“ oder „Monatsrettich“ genannt.

Die berühmteste und bei uns handelsübliche Sorte der Radieschen misst nur bis zu vier Zentimeter Durchmesser, ist rund, innen weiß und außen weinrot. Es gibt jedoch verschiedene Sorten von Radieschen, die mitunter zylindrisch sind, kegelförmig, oder sogar außen weiß sind und innen rötlich-rosa. Auch weiße, gelbe, violette und sogar schwarze Sorten sind als Samen oder geerntete Knollen im Handel erhältlich.

Herkunft der Radieschen

Wo sie genau herkommen, ist nicht genau geklärt. Fest steht, dass die in wilder Form im Altertum in China und Japan wuchsen. In Europa wurden sie im 16.Jahhundert zuerst in Frankreich Mode und kamen von dort nach Deutschland. Hier werden sie meist im Süden Deutschlands angebaut.

Anbau, Saison und Lagerung

Radieschen wachsen recht schnell: Nach einer Woche keimen sie und nach wenigen Wochen können sie bereits geerntet werden. Wenn du selbst Radieschen anbaust, solltest du mit der Ernte nicht zu lange warten, sonst verholzen sie und schmecken unangenehm.

Radieschen gibt es als Freilandware von April bis Oktober.

Am besten verzehrst du Radieschen frisch und knackig. Die Blätter solltest du unbedingt entfernen, da die Knollen so weniger Feuchtigkeit verlieren und prall und frisch bleiben. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch halten Radieschen 2-3 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Falls sie dennoch ein wenig weich werden, hilft ein kurzes Wasserbad und macht sie wieder schön knackig.

Was ist drin im Radieschen?

Radieschen enthalten vor allem Vitamin C, geringe Mengen an Vitamin B/B9 sowie Mineralstoffe in ausgewogenem Maße. Hierzu zählen Kalium, Magnesium, Calcium, Folsäure und Eisen. Radieschen bestehen zu 94% aus Wasser und enthalten Ballaststoffe, die satt machen. Ein leichter und gesunder Snack, der in keiner gesunden Ernährung fehlen sollte.

Geschmack

Die mit dem Rettich verwandte Knolle weist einen leicht scharfen Geschmack auf. Die Schärfe ist abhängig von der Sorte und Größe der Knollen. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten die Radieschen Senföle (Senfölglykoside) die auch für die scharfe Note verantwortlich sind. Diesen sekundären Pflanzenstoffen wird eine antibakterielle, antimykotische (pilzhemmende) und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben.